Ein Wagen der Masse m fährt mit der Geschwindigkeit v auf einer schiefen Ebene mit dem Neigungswinkel alpha (= 18°) und macht plötzlich eine Vollbremsung, wobei der Gleitreibungskoeffizient mu (= 0,4) ist. Der Bremsweg ist s (= 6m).
Die Energie, welche beim Bremsen in Wärme verwandelt werden muss, ist die Summe aus der kinetischen Energie des Wagens und der potentiellen Energie, die er aufgrund des Höhenunterschiedes zwischen Anfangs- und Endpunkt der Bremsstrecke verliert.
Ebrems = Ekin + Epot = 1/2 * m * v² + m * g * s * sin(alpha)
Die Reibungsarbeit, welche beim Bremsen verrichtet wird, ist
Wbrems = Bremsweg * Reibungskraft = s * R
Die maximale Reibungskraft R ergibt sich aus der Normalkraft N, mit welcher die Räder des Wagens gegen den Boden gedrückt werden, und dem Gleitreibungskoeffizienten:
R = N * mu
Dabei ist N die Komponente der Wagengewichtes m * g, welche auf dem Hang senkrecht steht:
N = m * g * cos(alpha)
Damit ist die maximale Reibungsarbeit auf der Strecke s
Wbrems = s * m * g * cos(alpha) * mu
Die Bremsenergie wird durch Bremsarbeit aufgebraucht:
Ebrems = Wbrems
1/2 * m * v² + m * g * s * sin(alpha) = s * m * g * cos(alpha) * mu
1/2 * v² + g * s * sin(alpha) = s * g * cos(alpha) * mu
1/2 * v² = s * g * cos(alpha) * mu - g * s * sin(alpha)
1/2 * v² = s * g * ( cos(alpha) * mu - sin(alpha) )
v² = 2 * s * g * ( cos(alpha) * mu - sin(alpha) )
v = sqrt( 2 * s * g * ( cos(alpha) * mu - sin(alpha) ) )
Mit den gegebenen Größen:
v = sqrt( 2 * 6m * 9,81m/s² * ( cos(18°) * 0,4 - sin(18°) ) )
v = 2,90m/s = 10,4km/h
GRUSS, DK2ZA
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